Dienstag, 14. August 2007

HomeStayTour nach Kalamazoo, Michigan

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm bietet allen Teilnehmern eine sogenannte Home-Stay-Tour, wo man zwischen 3 und 14 Tagen durch das Land reist und bei verschiedenen Gastfamilien untergebracht ist. Diese Tour soll allen Teilnehmern eine Chance geben das Land, die Menschen, verschiedene Kulturen und Gewohnheiten innerhalb des Landes kennen zu lernen.
Meine Tour geht nach Kalamazoo, Michigan. Ich hab auch erst gedacht, wo liegt das denn: Aber nach nem kurzen Blick in den USA Atlas (den ich netter Weise, kurz vor Abreise, vom Fabi als kleines Geschenk erhalten habe), wusste ich, wo es liegt und was sonst noch drumherum liegt. Es liegt also direkt am Lake Michigan. Angekommen in Kalamazoo, sch��ttelt mir eine ��ltere Dame, die f��r die Organisation verantwortlich ist, die Hand und erz��hlt mir, dass sie vor einigen Wochen schon mal Jemanden aus Bad Honnef in Kalamazoo gehabt haben. Ich war nat��rlich verwundert und hab mich gefragt, wer das sein k��nnte. Sie nannte mir dann seinen Namen: Talip Tokg��z. Da ich Ihn aus Bad Honnef kenne, war ich echt ��berrascht wie klein doch die Welt ist. Von hier aus auch sch��ne Gr����e an Talip von Philis!
So jetzt aber weiter im Thema: meine Gastfamilie f��r dieses Wochenende ist die Familie McElroy.
Ein junges Lehrer Ehepaar, Doug & Nancy und die Zuckers����e knapp 3 dreiviertel Jahr alte Tochter Hadley. Sie wohnen in Meadows (in der N��he von Paw Paw).
An diesem Wochenende waren wir echt aktiv und haben einiges erlebt.
Am Freitag Abend ging es zum ���Old Hat���, einem amerikanischen Restaurant, das sein eigenes Bier braut. Wir haben 10 verschiedene samples mit unterschiedlichsten Biersorten bekommen und durften die alle probieren und uns dann f��r eins entscheiden. Naja ��ber den Geschmack l��sst sich streiten. Das interessante daran: die Amis denken echt die Deutschen w��rden das Bier WARM trinken, und entschuldigen sich fast daf��r uns kaltes Bier zu servieren. Ich wei�� nicht, wo die diese interessante Information her haben. Ich hab Sie jedenfalls alle eines besseren belehrt!!!
Der zweite Abend: Morgens ging es erst in zum Fr��hst��cken in ein Caf��, wo wir unsere Notebooks auspacken konnten und unsere Emails gecheckt haben. Es gab Bagels, was auch sonst.
Nach dem Fr��hst��ck sind wir raus nach ���Three Rivers���, zu Freunden von Doug & Nancy.
Die Freunde, Craig & Janine wohnen direkt an einem riesigen See. Der Plan f��r Heute: Wasserski fahren bei strahlend blauem Himmel. Craig besitzt n��mlich nicht nur ein Chill-Out Watercraft Boot, sondern auch so ne Art Speedboot, mit kompletter Waterskiing Ausr��stung.
Angekommen in mitten des Sees war ich der erste der ran durfte, weil ich schon vorher stolz erz��hlt hatte in Germany Wasserski gefahren zu sein. Das schwierige hierbei war nur, dass man aus dem Wasser starten musste. Nach wenigen Fehlversuchen hat es dann geklappt. Und dann war es echt der Hammer. Nach einigen Runden, war nun auch Craig dran, der sein Spezial ���Sitzski��� dabei hatte.
Mit diesem Ding hat er dann mal gezeigt was ein Profi so drauf hat. Salto vorw��rts, Salto r��ckw��rts. Ne coole Show hat der Junge Mann geboten. Die biergef��llte K��hlbox war auf dem Chillout Boot, mitten auf dem See, bei den Damen, wo wir dann hin sind. Angekommen auf dem Boot, fragte Craig uns dann was wir nach dem Grillen, was noch bevorstand, machen wollen. Er schlug uns dann vor, eine Runde mit seinem Flugzeug zu fliegen. Ich hielt es erst f��r einen Ami-Scherz...oder zweifelte an meinen Englisch Kenntnissen. Naja es war kein Scherz!!! Wir sind nach dem Barbecue, zu einem kleinen Flughafen in der N��he vom See gefahren. Craig hat 10 Jahre mit seinem Dad zusammen an dem Flieger gebaut. Nach einem Plan von einem NASA-Ingenieur. Es war ein gelber 2-Mann Flieger.
Und dann ging es auch schon in die Luft. Unglaubliches Gef��hl!!! Nicht zu vergleichen mit einem ��blichen Passagier Flugzeug. Wir hatten beide Head-Sets an, wor��ber wir uns in der Luft verst��ndigen konnten. Und jetzt kommt das Krasse. Ich sa�� hinter Craig, beide hatten einen Joystick rechts von uns. Nach einigen letzten Instruktionen, durfte ich sogar den Flieger fliegen!
Der Joystick war sehr sensibel. Ich musste mich erst daran gew��hnen. Aber als es hie�� your ���AirPlane��� war ich der alleinige Pilot. Es war wie in einem 3-D Spiel, nur alles viel realer. Es war auch real! Wir waren in der Luft! Nach einer sauberen und wirklich sanften Landung von Craig, war ich echt begeistert. Ich bin das erste mal selber geflogen!
Der Abend klang dann auf nem Karibischen Fest aus, wo wir noch die anderen Teilnehmer aus der Stadt getroffen haben.
Am Sonntag sind wir dann ���freiwillig��� mit in die Kirche, um uns das ganze mal anzuschauen. Und es war echt nett. Die Gemeinde hatte eine weibliche Pastorin/Priesterin, also sehr liberal. Alle sehr herzlich und freundlich. Anschlie��end haben wir dort mit den anderen gegessen.
Nchmittags ging es zu Dougs Nachbarn, wo wir erst eine runde 2 gegen 2 Basketball gespielt haben. Als Doug und der Nachbar gegen mich und noch einen anderen Teilnehmer verloren haben, holten die nat��rlich die anderen amerikanischen Sportarten raus. Erst habe ich den Football versucht zu werfen und dann den Baseball zu treffen. Die Punkte gingen an die Amis!
Dougs andere Leidenschaft ist Golfen: also hie�� es, ab auf die Driving-Ranch. Hier konnte dann Doug sein K��nnen zeigen. Ich hingegen, konnte nicht unbedingt zeigen, dass man mich auch Tiger Woods nennt. So jetzt noch ne Runde in den Pool, in der nahe gelegenen Camp Anlage! Entspannung pur! Am Abend sind wir dann noch zu den Nachbarn von Nancys Schwester. Diese sind n��mlich vor 7 Jahren von Berlin nach Amerika ausgewandert und wollten uns unbedingt kennen lernen und mal wieder Deutsch sprechen. Es war interessant zu sehen wie ��ltere Deutsche Menschen die Sprache sprechen. Der Wortschatz war nat��rlich gr����er als unserer, aber den ��ssi-Akzent konnte man sogar im Englischen raus h��ren. It was very funny!
Soooo ein super Wochenende, ist also bei der wirklich sehr gastfreundlichen, unternehmungslustigen und uns immer auf Trapp haltenden Host-Family zu Ende gegangen. Die Einladung wieder zu kommen und sie zu besuchen, werde ich bestimmt wahrnehmen.
Jetzt sitze ich gerade im Amtrack und fahre von Chicago zu meiner Letzt-Platzierung: nach Champaign-Urbana, Illinois.
Mal schauen wie mein Hostdad, der f��r eine Zeitung arbeitet und gerade ein Buch schreibt so drauf ist und wie mir die Stadt und das College gef��llt.

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