Samstag, 1. Dezember 2007

NBA Live !




Letztes Wochenende habe ich mir dann mein erstes NBA Basketball-Spiel angeschaut.
Dallas Mavericks vs. Milwaukee Bucks im Bradley Center in Milwaukee.
Das Spiel habe ich mir mit Robin und Thomas (beide PPP'ler) zusammen angeschaut.
Rahmenprogramm hört sich schon mal gut an. Die Frage ist jetzt nur, ob die Tickets die ich online bestellt habe auch das Versprechen, was ich mir so vorgestellt habe.
Angekommen im Bradley Center, haben wir schon einige deutschen Stimmen gehört und Fans mit Deutschland-Trikots.
Grund dafür ist geringerer als der letztjährige MVP-Player (Wertvollster-Spieler) der Dallas Mavs, Dirk Nowitzki, ein Deutscher, ja!
Als wir unsere Sitzplätze gesucht haben, sind wir im Lower Level fündig geworden. Direkt vor uns war der Moderator mit Crew der lokalen Sportsendung. Zu Gast ein alter bekannter: Scott Williams, ehemaliger Mitspieler von Michael Jordan und mehrfacher NBA-Championchip-Ring-Halter.
Nicht das ich den „Benchplayer“ aus dem Fernsehen kenne, nein, vielmehr von den Schloss Hagerhof Basketball Camps, die er Jahre lang besucht hat.
Dann kam auch schon der Star des Spiels auf Pakett, begleitet von Diiiiiiirk rufen aus den Zuschauerrängen. Die Stimmung in der Halle war echt gut, knapp ausverkauft, ca 25.000 Fans.
EinTraum jedes Basketball-Spielers ist in Erfüllung gegangen. Ein Spiel der besten Basketball-Liga live miterleben zu dürfen. Die typische musikalische 24-Sekunden Melodie im Hintergrund.
Auch unterhaltsam war die Kamera, die durch die Zuschauerränge ging und die Fans zu irgendwelchen aktivitäten animierte, welche im überdimensionalen Würfel an der Hallendecke zu sehen waren.
Vom Spiel an sich hätte ich ein wenig mehr erwartet. Ein wenig mehr Verteidigung, mehr Ehrgeiz der Spieler und weniger Auszeiten, welche u.a. für die „Commercial Breaks“ im TV genommen werden.
Endresultat 95:97, der Favorit Dallas hat verloren, da meiner Meinung, der Coach die Star-Spieler geschont hat, die Zeit davon lief, am Ende wollte man durch einen 3-er alles entscheiden, Pech gehabt!
Nachdem Spiel ging es dann noch in einen Salsa-Club, begleitet von Puerto Ricanern, Mexicanern und anderen Mitstudenten vom Thomas die aus dem Lateinamerikanischen Raum kommen.
Dort wurde uns dann erstmal richtig tanzen beigebracht ;-)

Rückblick: die ersten 4 Monate
















Hallo zusammen,
nach den ersten 4 Monaten ist nun Allag eingekehrt. Am Anfang habe ich mich wie ein Honigkuchenpferd über jede Kleinigkeit gefreut. Alles was man hier im täglichen Leben erlebt, welches man im Fernsehen schon mal im zusammenhang mit den Staaten gesehen hat, war ein Lächeln wert. Die typischen breiten Straßen, die typischen Einfamilienhäuser mit Basketballkorb im Vorgarten, der Zeitungsjunge, der die Zeitungen eingerollt vor die Haustüre schmeißt, die dicken „Pick-Up's“ der Amis, die sie als „Trucks“ bezeichnen, nach dem Verbrauch her, stimmt dieser Ausdruck auch. Bei jeder Polizei-Sirene hat man gedacht man spielt gerade den Hauptdarsteller eines Actionfilms. Eine Burgerkette folgt der nächsten, eine riesen Einkaufs-Mall steht neben der nächsten Mall.
Was wohl das eindeutigste Kennzeichen dafür ist, das man sich gerade in den USA aufhält: die überdimensionalen USA-Flaggen an jedem Einfamilienhaus, jeder öffentlichen Einrichtung und in jeder Sportstätte. Daran anzuknüpfen, die „National Anthem“ vor jedem Sportevent, egal ob im Profi-Sport, College-Sport, oder Kinderveranstaltung.
Es ist jetzt Dezember, da hatte ich mich schon an alles gewöhnt, kommt das letzte Fest im Jahr schneller als man denkt. Bei Weihnachtsdekoration im Vorgarten kennt der Ami keinen Kitsch oder es gibt keinen Ehegatten der sagt „Schatz, das reicht doch langsam mit Lichterketten, Weihnachtsfiguren und dem ganzen Pi-pa-po....“ stattdessen heißt es „ ich fahr noch mal schnell in die Weihnachtsabteilung der riesen Mall und kauf noch paar von diesen Energiesaugenden Dingern die man von weitester Entfernung sehen kann...“
Langsam beginnt auch die Zeit, wo ich verschiedene Dinge im Leben mehr und mehr vermisse. Freunde und Familie sind scho was feines, was man nicht immer schätzt und immer als selbstverständlich hinnimmt. Aber wenn man doch mal ne Zeit ohne die Liebsten unterwegs ist, merkt mans schon.
Was ist gemerkt habe, nach den vielen Fragen, wie ....“und gefällt es Dir in den Staaten“...“kannst du dir vorstellen hier zu Leben“ dass die Antwort bei mir ganz stark mit Familie und Freunde zusammenhängt. Man fühlt sich doch immer dort heimisch, wo auch Freunde und Familie sind.
Als Fazit der ersten 4 Monate kann ich nur sagen; dass ich bisher ne super Zeit hatte:
Ich habe sehr viel gesehen und erlebt, mein College ist nicht all zu schwer und mit meiner Host-mom habe ich auch Glück gehabt. Was mir ein wenig Kopf zerbrechen bereitet ist die Tatsache, dass ich mir das mit Freunde finden ein wenig anders vorgestellt habt. Ich kenne hier einige Leute und hab auch keine Langweile so ist das nicht, aber son richtigen Kumpel ist mir noch nicht ber den Weg gelaufen. Vielleicht bin ich in der Hinsicht auch ein wenig ungeduldig, aber ich kenne es aus Deutschland nicht so.
Um euch noch einen Einblick zu verschaffen, wie es bei mir aussieht, habe ich ein paar Bilder meiner näheren Umgebung geknipst.